Stabilitätstest
Kosmetische Produkte müssen ihre Formulierung und Wirksamkeit von der Herstellung bis zum Endverbraucher beibehalten. Während dieser Zeit ist das Produkt Umwelteinflüssen wie Hitze, Licht und Feuchtigkeit ausgesetzt. Stabilitätstests werden durchgeführt, um zu messen, ob das Produkt unter diesen Bedingungen seine physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Eigenschaften beibehält.
Was ist ein Stabilitätstest?
Ein Stabilitätstest ist eine Laboruntersuchung, bei der ein Kosmetikprodukt über einen bestimmten Zeitraum unter bestimmten Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen gelagert wird, um seine Verderblichkeit und Haltbarkeit zu bestimmen. Am Ende des Tests werden folgende Eigenschaften des Produkts bewertet:
- pH-Wert: TS 518, TS 5270, TS 4811, TS 9676
- Verpackungsänderungen (Bruch, Rissbildung, Versiegelung)
- Sensorische Veränderungen (Geruch, Farbe, Aussehen): Verordnung (EG) Nr. 1223/2009, TS 12439
- Änderung der Viskosität
- Änderung des Gewichts
- Bestimmung der mikrobiellen Belastung
bewertet.
Warum sollte ein Stabilitätstest durchgeführt werden?
- Um die Haltbarkeit zu bestimmen
- Um zu testen, ob die Verpackung für das Produkt geeignet ist
- Um Verbraucherbeschwerden und Produktrückgaben zu vermeiden
- Um die „Zuverlässigkeit” des Produkts im Marketingprozess zu unterstreichen
- Um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen (EG 1223/2009)
Wie läuft der Test ab?
Stabilitätsprüfungen werden in der Regel unter folgenden Bedingungen durchgeführt:
- Echtzeitbedingungen (z. B. 25 °C / 60 % r. F.)
- Beschleunigte Bedingungen (z. B. 40 °C / 75 % r. F.)
- Gefrier-Auftau-Zyklen
- Lichtbeständigkeit
Die Testdauer variiert je nach Produkttyp, bei beschleunigten Tests werden Beobachtungen über einen Zeitraum von 3 Monaten, bei Echtzeit-Tests über einen Zeitraum von 6-12 Monaten durchgeführt.
Welche Produkte sollten getestet werden?
- Cremes, Lotionen
- Shampoos und Duschgels
- Lippenstift, Foundation, Mascara
- Produkte für die Augenpartie
- Babyprodukte und Sonnenschutzmittel

