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Analysen von fester Seife

Analysen von festen Seifen: Alle erforderlichen Tests für Produktsicherheit und Qualität

Feste Seifen sind aufgrund ihrer weit verbreiteten Verwendung in der Körperpflege und der zunehmenden Nachfrage nach natürlichen Inhaltsstoffen eine wichtige Produktgruppe für Hersteller. Gemäß der EU-Kosmetikverordnung (1223/2009), den Anforderungen der ISO 22716 (GMP) und den Verbraucherschutzbestimmungen müssen diese Produkte jedoch vor ihrer Markteinführung entsprechenden Analysen unterzogen werden.

Chemische, physikalische, mikrobiologische und Verpackungskompatibilitätstests, die in unserer Sicherheitsbewertung von festen Seifen enthalten sind.

Physikalische und chemische Analysen

pH-Bestimmung (10 %ige Lösung): Dies ist einer der Parameter, der die Hautverträglichkeit von festem Seife bestimmt. Die pH-Messung wird in einer 10%igen wässrigen Lösung durchgeführt. Sehr hohe pH-Werte können zu Hautreizungen führen.

Feuchtigkeit / Trockensubstanzbestimmung: Die Haltbarkeit, Härte und Lagerfähigkeit von Seife sind wichtig. Zu viel Feuchtigkeit kann zu einem schnellen Auflösen der Seife und zu mikrobiellen Risiken führen.

Bestimmung des freien Alkalis: Bestimmt die Menge an freiem NaOH, die nach der Herstellung in der Seife verbleibt. Da hohe Konzentrationen zu Verbrennungen und Reizungen der Haut führen können, müssen die Grenzwerte eingehalten werden.

Verseifungswert (Saponification Value): Gibt Aufschluss über die Qualität der verwendeten Öle und deren Fettsäurezusammensetzung. Gewährleistet die Standardisierung der Produktion.

Bestimmung der nicht verseiften Stoffe: Der Anteil an nicht verseiften Ölen, Wachsen oder anderen Bestandteilen im Rohstoff wird bestimmt. Ein Überschuss kann zu Fettablagerungen, schlechtem Geruch und Verderb der Seife führen.

Säurezahl (Acid Value): Misst den Gehalt an freien Fettsäuren in der Seife. Ist wichtig für die Bewertung des Risikos der Ranzigkeit (Fettoxidation).

Bestimmung der anionischen Wirkstoffe: Insbesondere bei Seifen, die Reinigungsmittel enthalten, wird die Menge an oberflächenaktiven Substanzen berechnet. Die Reinigungskraft hängt direkt von diesem Wert ab.

Bestimmung der Gesamtaktivsubstanz: Zeigt die allgemeine Leistung und Reinigungskapazität des Produkts an.

Bestimmung des Salzgehalts (NaCl): Beeinflusst die Härte, die Schaumbildung und die Löslichkeit der Seife. Ein optimaler Salzgehalt ist für die Qualität wichtig.

Aschebestimmung: Bestimmt den Gehalt an anorganischen Stoffen. Zeigt unerwünschte Rückstände aus den Rohstoffen auf.

Farbbestimmung (CIE Lab)*: Die Farbmessung erfolgt nach internationalen Standards. Gewährleistet die Farbkonsistenz in der Serienproduktion.

Geruch (organoleptische Bewertung): Die folgenden Parameter werden von einem Expertengremium bewertet.

  • Angenehmheit
  • Intensität
  • Stabilität

Parfüm- und Allergenanalyse: Es wird überprüft, ob Allergene kennzeichnungspflichtig sind. Allergene aus pflanzlichen Ölen oder Parfüms werden nachgewiesen:

  • Limonen
  • Linalool
  • Citronellol
  • Geraniol
  • Eugenol

 

Mikrobiologische Analysen

Mikrobiologische Belastung (Gesamtkeimzahl – TPC): Auch wenn sie eine geringe Wasseraktivität aufweisen, kann insbesondere bei handgemachten oder natürlichen Seifen ein mikrobielles Risiko bestehen.

Durchgeführte Tests:

  • Gesamtzahl aerobischer Bakterien
  • Schimmel- und Hefepilzzahl

Bei Bedarf können auch Pathogenanalysen durchgeführt werden.

Schwermetallanalysen

Zur Feststellung unerwünschter Elemente in festen Seifen wird ICP-MS/ICP-OES verwendet:

  • Blei (Pb)
  • Cadmium (Cd)
  • Quecksilber (Hg)
  • Arsen (As)

Diese Elemente können insbesondere aus natürlichen Ton-, Pflanzenöl- und Mineralinhaltsstoffen stammen.

Stabilitäts- und Verpackungstests

Stabilitätstest (real + beschleunigt): Wird durchgeführt, um die Haltbarkeit und Formulierungstabilität des Produkts zu bestimmen. Die wichtigsten Parameter, die dabei verfolgt werden, sind:

  • Temperaturänderungen
  • Feuchtigkeit
  • Licht
  • Gewichtsverlust
  • pH-Wert-Änderung
  • Farb- und Geruchstabilität

Verpackungskompatibilitätstest: Zur frühzeitigen Erkennung von Unverträglichkeiten wird die Wechselwirkung zwischen Seife und Verpackung untersucht:

  • Verformung der Verpackung
  • Farbveränderung
  • Geruchsübertragung
  • Schwitzen, Erweichen, Farbveränderung des Produkts

Prüfung der gesetzlichen Anforderungen

Prüfung der Konformität der Kennzeichnung: Es wird geprüft, ob das Etikett der Kosmetikverordnung EU 1223/2009 entspricht:

  • INCI-Listungsregeln
  • Nettofüllmenge
  • Angaben zum Hersteller/Importeur
  • Allergenangaben
  • Gebrauchsanweisung
  • Chargennummer
  • Warnhinweise

Mängel werden dem Hersteller gemeldet.

SDS (Sicherheitsdatenblatt) Überprüfung: Die SDS-Dokumente für die im Produkt verwendeten Rohstoffe werden überprüft:

  • Gefahrenklassifizierungen
  • Konformität der Piktogramme
  • Aktualisierungsdatum
  • Konforme Sprache und Format

Dieser Prozess ist sowohl für die Sicherheit der Mitarbeiter als auch für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wichtig.