Die Wirksamkeit von Pestiziden in der Landwirtschaft hängt nicht nur von der Stärke des Wirkstoffs ab. Gleichzeitig muss dieser Wirkstoff sich gut mit Wasser vermischen lassen und während der Anwendung stabil bleiben. In diesem Zusammenhang ist die Emulsionsstabilität eines der wichtigsten Qualitätskriterien, insbesondere für EC-Formulierungen (Emulsifiable Concentrate – Emulsionskonzentrat). Eine der internationalen Methoden, mit denen diese Stabilität standardisiert gemessen werden kann, ist die CIPAC MT 36-Testmethode.
Was ist CIPAC?
CIPAC (Collaborative International Pesticides Analytical Council) ist eine internationale Organisation, die physikalische und chemische Analysemethoden für Pestizide standardisiert. Die von CIPAC entwickelten Testmethoden gelten weltweit als Referenz für die Qualitätskontrolle von Pestiziden.
CIPAC MT 36 ist eine Standardtestmethode, mit der bewertet wird, ob emulgierte Pestizidkonzentrate beim Mischen mit Wasser stabil bleiben.
Warum ist die Emulsionsstabilität wichtig?
Eine Emulsion ist eine stabile Verbindung zweier nicht mischbarer Flüssigkeiten (in der Regel Öl und Wasser). Pestizid-EC-Formulierungen bilden beim Mischen mit Wasser eine Emulsion.
Eine instabile Emulsion kann zu folgenden Problemen führen:
- Absinken des Wirkstoffs auf den Boden des Behälters
- Ungleichmäßige Dosierungsverteilung während der Anwendung
- Verstopfung der Düse
- Ungleichmäßige Bedeckung der Pflanzen
- Verringerung der Wirksamkeit
- Risiko der Phytotoxizität
Aus diesem Grund ist die Emulsionsstabilität ein Parameter, der sowohl im Hinblick auf die Produktleistung als auch auf die Anwendersicherheit bewertet wird.
Häufige Probleme mit der Emulsionsstabilität
Im Labor treten häufig folgende Probleme auf:
- Schnelle Phasentrennung
- Bleibende Cremeschicht
- Absinken
- Nicht wieder vermischbare Phasen
Diese Probleme sind in der Regel auf die Wahl eines falschen Emulgators oder ein unverträgliches Lösungsmittelsystem zurückzuführen.
Zweck des CIPAC MT 36-Tests
Der Hauptzweck dieses Tests besteht darin, nach dem Mischen von emulsionskonzentrierten Pestiziden mit Wasser festzustellen, ob
- eine homogene Verteilung vorliegt
- eine Phasentrennung vorliegt
- eine Cremung (creaming) vorliegt
- eine Sedimentation vorliegt
Faktoren, die Emulsionsstabilität beeinflussen
Die Emulsionsstabilität wird von vielen Parametern beeinflusst:
1. Art und Qualität des Emulgators: Die richtige Wahl des Emulgators hat einen direkten Einfluss auf die Stabilität.
2. Eigenschaften des Wirkstoffs: Einige Wirkstoffe neigen eher zur Emulsionsbildung.
3. Art des Lösungsmittels: Die Polarität und Viskosität des Lösungsmittels sind wichtig.
4. Wasserhärte: Hartes Wasser kann die Emulsionsstabilität negativ beeinflussen.
5. Temperatur: Hohe Temperaturen können die Phasentrennung beschleunigen.
Die Bedeutung des CIPAC MT 36-Tests für die Industrie
Dieser Test ist ein wichtiges Qualitätskontrollinstrument für Pestizidhersteller.
Hauptanwendungsbereiche:
- Entwicklung neuer Formulierungen
- Produktqualitätskontrolle
- Zulassungsverfahren
- Stabilitätstests
- Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
Die Landwirtschaftsbehörden vieler Länder schreiben die Ergebnisse des CIPAC-Tests vor.
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